Rumänien 2010

Am Freitag, den 23. April 2010 machten sich 20 Schüler aus den 9. Klassen und aus Q 11, begleitet von Frau Zoltner und Frau Opitz, auf den Weg nach Kronstadt (Brasov), Rumänien. Auf der zweiundzwanzigstündigen Fahrt fragten wir uns, wie es wohl werden würde und waren alle sehr gespannt. Gleich nach der Ankunft am Bahnhof in Kronstadt wurden wir herzlich begrüßt und stürmisch umarmt. Nach einer kurzen Stärkung bei unseren neuen Familien ging es für viele sofort wieder in die Stadt. Schon am ersten Tag merkten wir, dass „unsere Rumänen“ keine Langweiler waren.

Für den zweiten Tag hatten unsere Austauschschüler Ausflüge geplant. Für die meisten von uns ging es dabei nach Bran, wo das fälschlicherweise als „Dracula-Schloss“ bekannte Castelul Bran steht. Einige andere Schüler fuhren mit den gastgebenden Familien sogar nach Bukarest. Am Abend wurden wir mit den für die meisten von uns nicht vertrauten Gewohnheiten bekannt gemacht.

Am Montag mussten wir schon um 7 Uhr in der Schule sein (deutsche Zeit 6 Uhr!), da der Unterricht begann. Für viele von uns war der Unterricht durchaus interessant, wobei uns mache Lehrer mehr und andere weniger zusagten. Gleich nach dem Unterricht wurden wir alle herzlich von dem Direktor, Prof. Wagner, empfangen, der uns das Programm vorstellte. Am Nachmittag stand Bowlen im „Tequila“ auf dem Programm. Der Tag wurde durch einen spaßigen Abend in der Innenstadt abgerundet.

Der Dienstagmorgen begann für uns alle viel zu früh. Der Treffpunkt für die Busreise war halb sieben am Deutschen Forum. Wir besuchten das Salzbergwerk Praid und die Bergkirche von Schässburg (Sighisoara). Nach den Ausflügen und der langen Busfahrt waren wir alle total fertig.

Am fünften Tag ging es für uns schon wieder in die Schule, wobei wir statt dem Rumänischunterricht eine Freistunde hatten. Danach führte uns der Geschichtslehrer der Schule durch die Stadt und erklärte uns die Geschichte der Siebenbürger Sachsen und der Gründung von Brasov.

Am Donnerstag besuchten wir in Sinaia in den Karpaten Schloss Peles, das einem Hohenzollern gehörte, der Ende des 19. Jahrhunderts König von Rumänien war. Es war für uns alle sehr beeindruckend, da dieses doch alte Schloss über durchaus moderne Mittel verfügte wie Elektrizität und fließendes Wasser, wie uns bei der Führung erklärt wurde. Der Freitag begann für uns mit einem erneuten Schulbesuch und einer darauf folgenden Wanderung auf die Zinne, den Hausberg von Kronstadt. Am Abend stand die Verabschiedungsparty von unseren lieb gewonnen Freunden in der Schulerau (Poiana Brasov) an.

Da der Samstag unser letzter Tag des Austausches war, erledigten wir letzte Souvenireinkäufe und bereiteten uns emotional auf den Abschied vor. Als dann der Zug mit Verspätung ankam und das eine oder andere Tränchen vergossen wurde, stiegen wir in den Zug Richtung Heimat und wussten, dass wir wiederkommen wollen.

Kathrin Kloos und Maria Zlatinov, 9c