Studientage

Fächerübergreifende Studientage in der Oberstufe des Gymnasiums wurden in Bayern bereits in den 60er Jahren eingeführt. Ziel war es, durch eine ganzheitliche Darstellung von Bildungsstoffen die einzelnen Unterrichtsfächer aus ihrer oft vorhandenen Isolation herauszuholen und eine fächerübergreifende Zusammenarbeit zu ermöglichen. Obwohl die Schüler positiv auf diese neue Form von Schule reagierten, schlief die Initiative wieder ein, da die Themen oft zu wenig lebensnah und die Präsentation der Ergebnisse zu wenig attraktiv war (viele Referate, wenig Diskussion, wenig Aktion, kaum Außenkontakte). Nachdem es dem 1979 gegründeten Arbeitskreis "Gymnasium und Wirtschaft" gelang, mit Hilfe von stark praxisorientierten Projekttagen (Betriebsbesichtigungen, Besuche von Museen, Forschungseinrichtungen, Begegnung mit Experten) das Gymnasium mehr nach außen zu öffnen, führte der Bayerische Landtag - auch auf Grund dieser positiven Erfahrungen - 1984 die Studientage wieder ein.

An unserer Schule wurden Studientage seit dieser Zeit mit folgenden Themen durchgeführt:

  • 1987: Technik und Umwelt
  • 1988: Der allmächtige Mensch
  • 1989: Bahn - Auto - Mensch
  • 1990: Die 50er Jahre
  • 1991: Die 68er Bewegung
  • 1992: Die 70er Jahre
  • 1993: Mit dem Fremden leben
  • 1994: Gewalt und Toleranz
  • 1995: Der manipulierte Mensch
  • 1996: Islam
  • 1997: China
  • 1998: Die 80er Jahre
  • 1999: Südamerika
  • 2000: "Essen und Ernährung"
  • 2001: Eine Welt - unsere Lebensgrundlagen
  • 2002: Sport? Sport!
  • 2003:Bewegung
  • 2004:Europa
  • 2005: Zeit


2008 Draisine



Zwischen Hopfenstangen, an Flussufern und in historischen Ensembles ist in den kommenden Wochen jede Menge Kunst zu entdecken Kunst ist Bewegung. Kunst ist an Tankstellen und Gasverteilungsstationen. Kunst ist ein bemalter Kunstrasen im Schlosshof. Kunst ist auch an spannenden Orten knapp jenseits der Landkreisgrenzen. Die am Sonntag, 1. Juni, bayernweit gestartete Aktion „Kunsträume“ setzt in der Region ganz eigene Akzente. Mit einer Draisine über das Industriegleis zwischen Wolfratshausen und Geretsried rattern: Die Schüler des Gymnasiums Geretsried nennen ihr Kunsträume-Projekt ein „Kulturelles Forum auf Achse“. Neue Bezüge zu Orten entlang der Strecke sollen entstehen, hoffen Ulrike Kaiser, Kilian Krywalski und Gerhard Kühne, Lehrer am Geretsrieder Gymnasium, die die Aktion begleiten. Die nur mit Muskelkraft betriebene Draisine wurde von den Eisenbahnfreunden Wetterau in Bad Nauheim ausgeliehen. „Die Draisine war durchgehend im Einsatz, kaum war sie am Startpunkt, konnte sie mit neuen Gästen auf die Reise geschickt werden“, berichtet Kühne vom ersten Einsatztag. Fahrgäste können mit Hand anlegen, um Geretsried aus einer neuen Perspektive - der der Industriegleise - zu erkunden. Kuheuter in Pink, Keltisches zwischen Hopfenstangen: Mit Werken junger Künstler in der Kulturlandschaft der Hallertau präsentiert sich Mainburg bis zum 1. August „bittergrün“. 30 Studentinnen und Studenten der Klasse von Professor Albert Hien der Akademie der Bildenden Künste München konzipierten für Hopfengärten und andere Orte in der Stadt künstlerische Projekte. Wie gut, dass es auch ins Wittelsbacher Land nicht weit ist. Gemeinsam präsentieren die Nachbarstädte Friedberg, Aichach und Dasing ihre Kunsträume.

SZ vom 9.6.08